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Attraktives Wohnviertelfür 1000 Neu-Vilbeler

Erstes Konzept für südlichen Quellenpark wird im Bauausschuss beraten

Druckfrisch sind die neuen Pläne für den südlichen Bereich des Quellenparks, die im Bau- und Planungsausschuss vorgestellt wurden. Die sehen vor allem eines vor: einen großen Platz in unmittelbarer Bahnhofsnähe.

 

Bad Vilbel. Klaus Minkel hat allen Grund zur Freude. So langsam laufen die nächsten Großprojekte unter Mitwirkung der Bad Vilbeler Stadtwerke an. Deren Betriebsleiter Minkel stellte vor der Ausschusssitzung das neue Bebauungskonzept für den südlichen Teil des Quellenparks genau gegenüber vom Bahnhof vor. Noch ist alles nur grob geplant, „die genauen Ausführungen obliegen den Architekten“, schildert Minkel.

Doch deutliche Unterschiede zu den ersten Skizzen sind klar erkennbar. So sind Änderungen wie erlaubte vier statt drei Stockwerke zu sehen. Doch ein Gebäude soll zumindest in einem kleinen Bereich noch deutlich über diese vier Stockwerke hinausgehen: Ein Bau in U-Form, der drei von vier Seiten eines großen Platzes abgrenzen wird, erhält sogar sieben Stockwerke. „Das wird eine Landmarke, die das neue Stadtviertel erkennbar macht“, ist sich Minkel sicher. Dies entspreche zudem einer aktuellen Forderung des Architektenbundes, der Bebauung nicht zu uniform haben wolle.

Minkel beschreibt die Pläne rund um dieses Gebäude als die größte und beste Neuerung. „Vorher war nur ein kleiner Platz vorgesehen, den sich Fußgänger auch noch mit dem Autoverkehr hätten teilen müssen.“ Der Platz schließt sich nun nur noch an eine Straße an, Läden sollen einziehen, vor allem Gastronomie. Gewerbe wird dafür aus den dann reinen Wohngebieten herausgehalten. „Das verbessert die Wohnqualität“, schildert Minkel.

Nicht nur den rund 1000 Neubürgern im Quellenpark könnte die Piazza als zentraler Platz dienen. Auch Anwohner auf der zur Innenstadt hin gelegenen Seite des Bahnhofes könnten durch die Unterführung und einen Durchgang am großen Gebäude sehr schnell auf diesen Platz gelangen.

Häuser schützen vor Lärm

Neben dem größten Gebäude schließt sich ein weiterer größerer Block nach Süden hin an. Auch hier ist eine Mischung aus Wohnen und Gewerbe vorgesehen. Ein einst ins Kalkül gezogene Parkhaus soll deswegen nicht gebaut werden. „Das heißt, dass Parkplätze mehr in Tiefgaragen gelegt werden, etwa unter den großen Gebäuden“, so Minkel.

Doch auch die Stadt- und Reihenhäuser, die am Rand und im Kern des neuen Wohngebiets errichtet werden, sollen eigene Parkplätze erhalten. Die Stadthäuser im Erdgeschoss mit drei Wohngeschossen darüber. 35 dieser Häuser sollen entstehen. Sie erfüllen noch einen weiteren Zweck, dürften deswegen schon sehr früh errichtet werden. Denn sie schotten den Lärm der direkt daneben liegenden Bahnlinie ab. Auch Glasfronten schützen hier vor dem Lärm. „2017 wird geplant, ab 2018 gebaut“, schätzt Minkel den weiteren Zeithorizont ein. Doch der Investor, die Henninger-Quartiergesellschaft mit Daniel Hopp, Sohn des SAP-Gründers Dietmar Hopp, werde zügig bauen, mehrere Bauten im Quellenpark auf einmal angehen. Im Gegensatz zu Dietmar Bücher, der im nördlichen Bereich des Quellenparks nach und nach errichtet. Zwei der Gebäude dort sind fertig, an zwei weiteren wird gebaut.

Zwei Kindergärten

Im südlichen Bereich soll das zügiger vorangehen. Trotzdem schätzt Minkel, dass zu einem möglichen Hessentag 2020 die Besucher Bad Vilbels hier noch viel Baustelle vorfinden. „Aber es ist doch spannender, in eine sich entwickelnde Stadt zu kommen als in ein Museum.“

Eine weitere Straße soll das Bild des neuen Stadtviertels prägen. Die läuft diagonal durch das Wohngebiet genau auf das größte Gebäude zu, soll Fußgängern und Radfahrern vorbehalten sein und führt aus Richtung Dortelweil direkt auf den zentralen Platz mit dem großen Gebäude.

Und noch ein weiterer Platz am nördlichen Ende des Gebiets ist von besonderer Bedeutung: „Dort passen zwei Kindergärten hin“, schildert Minkel. Je nach Bedarf an Betreuungsplätzen für Kinder unter und Kinder über drei Jahren müsse man diesen Platz vorrätig halten. Und zügig soll hier die erste Kita entstehen, dafür sind bereits für dieses Jahr 3,1 Millionen Euro Baukosten eingeplant. Deswegen sei es laut Minkel auch nicht möglich, den Neubau eines Kindergartens auf dem Heilsberg vorzuziehen.

Weiterhin erhalten bleibt ein etwa 80 Meter breiter Grünstreifen, der der Erholung dient und auch Radfahrer in Richtung Schulzentrum führen soll. Dort sollen die Arbeiten im Jahr 2018 beginnen.