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Biberschwänze und Firstziegel gesucht

Wer hilft bei Jukuz-Sanierung?

Hier ist schon alles fertig: Anerkennungspraktikant Joscha Hudel in der Ex-Gaststätte, dem Jugendtreff Jedi. Im Jukuz soll als nächstes die Kegelbahn aus dem Jahr 1936 erneuert werden. Foto: den
Hier ist schon alles fertig: Anerkennungspraktikant Joscha Hudel in der Ex-Gaststätte, dem Jugendtreff Jedi. Im Jukuz soll als nächstes die Kegelbahn aus dem Jahr 1936 erneuert werden. Foto: den

Karben. Kaum ist ein erstes großes Umbauprojekt im städtischen Karbener Jugendkulturzentrum Selzerbrunnenhof (Jukuz) erfolgreich beendet, soll in Kürze ein weiterer Umbau erfolgen. Das kündigt die Stadtverwaltung an.

Zuletzt waren im Frühsommer die Innenräume und das Bistro erneuert und zu einem modernen Jugendtreff umgestaltet worden. Nun soll während der Sommerferien über ein Jugendprojekt die historische Kegelbahn saniert werden.

Wirklich gekegelt kann dort nicht mehr werden, aber das Bauwerk ist ein wichtiger Zeitzeuge der Kultur. Die Kegelbahn wurde ab 1936 gebaut und genutzt. Mittlerweile sind das Dach und einige Holzbalken so marode, dass zum Teil ein Einsturz droht. Dem wollen sich nun Mitarbeiter des Kommunalen Immobilienmanagements der Stadt (KIM) und des Jukuz entgegenstellen.

Gemeinsam mit Jugendlichen, die von einem Gericht zu gemeinnütziger Arbeit verurteilt worden sind, und einem Zimmerermeister soll die Kegelbahn renoviert werden.

„Das Besondere an diesem Projekt ist nicht nur der Erhalt historisch wertvoller Bausubstanz, sondern auch die Verbindung von pädagogischer Arbeit mit Jugendlichen mit klassischem Handwerk“, erklärt Vize-Stadtsprecherin Christine Gredel. Auf diese Weise könnten die Jugendlichen neue Impulse für ihre Zukunftsperspektiven entwickeln. Auch bekämen sie das Gefühl, sich mit ihrer Arbeit für ein sinnvolles Projekt einzusetzen.

Unterstützt werde das Projekt durch die Jugendgerichtshilfe des Wetteraukreises, welche die geeigneten Jugendlichen aussucht und auch ein Budget zur Begleitung der Truppe bereitstellt. In der fünften Woche der Sommerferien gehe es los, so Gredel. Geplant sei eine Bauzeit von zwei Wochen. Voraussichtlich werden die Arbeiten in zwei Bauabschnitte unterteilt, da sich sowohl der Umfang der Arbeiten wie auch die Leistungsfähigkeit der Mannschaft erst während des Projektes zeigen werden.

Die Stadt ruft zu Sachspenden auf: Wer hat noch alte Biberschwänze sowie Firstziegel übrig und ist bereit, diese zu spenden? Daneben werden Fachwerkbalken, vorzugsweise in Eiche, benötigt. (zlp)


Kontakt zum Jukuz: Tobias Ludig, Telefon (0 60 39) 92 31 90