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Hart umkämpfte Siege

Hinter den Volleyballerinnen des SSC Bad Vilbel und der TG Groß-Karben liegt ein ausgesprochen erfolgreiches Regionalliga-Wochenende.

Bad Vilbel/Karben. Drittes Spiel, dritter Sieg für die Volleyballdamen des SSC Bad Vilbel. Gegen den TSV Stadecken-Elsheim gab es einen 3:2-Erfolg. Prima schlägt sich auch Aufsteiger TG Groß-Karben, der den FC Wierschem 3:1 in die Schranken wies. Der SSC bleibt damit Spitzenreiter, während die TG auf Platz 4 kletterte.

Start mit Problemen

Die Vilbeler Tulpen begannen in der Grundaufstellung Pia Nau, Jeannette Pfeiffer, Rebekka Engelke, Jennifer Harikantha, Jacqueline Pfeiffer, Josefine Fuhr und Libera Katrin Hultsch und hatten zunächst erhebliche Probleme. Ein Fehler reihte sich an den nächsten. Damit machte man es den Gästen leicht, in Führung zu gehen. Das Trainer-Duo Britta Brisken und Christoph Haase versuchte durch Wechsel auf fast allen Positionen den Satz noch zu drehen, doch dies wollte nicht gelingen. Stadecken war in Aufschlag und Angriff druckvoller und angelte sich den Satz mit 25:18.

Im zweiten Durchgang startete der SSC mit Julia Schwarzlose im Zuspiel, mit Eva Kümml auf Diagonal und mit Franziska Schlumprecht auf Außen, und doch dauerte es einige Ballwechsel, bis auf dem Spielfeld Ruhe einkehrte. Mitte des Satzes waren es Schwarzlose, Schlumprecht, Engelke und Kümml, die mit starkem Angriffsspiel über Jeannette Pfeiffer/Schlumprecht und einer guten Blockarbeit von Fuhr/Engelke unaufhaltsam davonzogen und schließlich den Satz mit 25:16 für sich entschieden.

Der Bann war jedoch noch nicht gebrochen: Stadecken kämpfte sich nach früher Vilbeler Führung im dritten Durchgang zurück und gewann ihn mit 25:23 zur 2:1-Satzführung. Der vierte Satz war dann wieder für die Tulpen reserviert. Dabei setzte sich erneut deren Angriffs- und Aufschlagsstärke durch, der Stadecken irgendwann nichts mehr entgegenzusetzen hatte. Julia Schwarzlose am Aufschlag machte den Sack mit einem Ass zum 25:19 zu – 2:2, Tiebreak!

Beim Stand von 5:7 nahm Haase eine erste Auszeit, in der es laut herging, denn alle Souveränität und mentale Stärke, die man sich bei den Siegen gegen Eintracht Frankfurt und Karben erworben hatte, schien perdu. Die Auszeit und zwei Wechsel zeigten Wirkung. Nicole Pfeiffer kam im Außenangriff aufs Feld und Jennifer Harikantha wurde für Josefine Fuhr zum Aufschlag eingewechselt. Nun lief’s. Während Harikantha mit hoher Präzision aufschlug, war es Wolf, die nach Pässen von Schwarzlose vier direkte Punkte beisteuerte – 13:7. Die Würfel waren gefallen, der SSC gewann 15:8 und mit 3:2 auch das Spiel.

Nun geht die Saison für den SSC am Sonntag, 26. Oktober beim FC Wierschem weiter.

Heimspiel in der KSS

Erster Heimspieltag und gleich auch ein Sieg für die von Willi Frey trainierten Karbener Aufsteigerinnen. Neu ist in dieser Saison das Umfeld: In einer frisch renovierten Sporthalle der Kurt-Schumacher -Schule (KSS) auf zartgelbem Feld begrüßte man Gegner und Fans. Und dennoch hatte die TG Startprobleme. Eine anfängliche Führung holte Wierschem schnell auf. Halbherzige Angriffe, verschlagene Angaben, die Eigenfehlerquote der TG war hoch. Als es an die Bigpoints ging, wurde dies den Damen von Willi Frey zum Verhängnis: Mit 22:25 ging der Satz an den Gast.

Im zweiten Durchgang gab die TG kräftig Gas. Mit starken Angriffen von Christin Bielig und Neuzugang Esra Bodenstaff baute sie ihre Führung aus (7:3). Wierschem kam aber wieder ran (11:10, 12:11). „Da geht noch mehr auf der Tribüne“, motivierte Moderator Oliver „Olitainment“ Becker die Ränge. Sofort legten die Fans einige Dezibel zu und trieben ihre Mädels zu Höchstleistungen an. Mit 14:25 machten sie den Sack zu – 1:1.

Starkes Debüt

Im dritten Satz ließen die TG-Spielerinnen ihren Gästen keine Chance. Mit einer souveränen Teamleistung aus starken Angriffen, präsentem Block und engagierter Abwehr zeigten die Karbenerinen, was alles in ihnen steckt: 4:1, 15:5, 16:7. Die neue Zustellerin Julie Teso gab ihr Debüt und bewies zum Satzende mit präzisen Bällen, dass sie als „Team-Küken“ Meike Schneider in nichts nachsteht. Beim 25:11 zeigte Esra Bodenstaff, dass sie auch aus dem Rückraum einen imposanten Schlag hat, mit dem sie den entscheidenden Punkt machte.

Kampflos aufgeben wollte Wierschem aber nicht, das zeigte sich im vierten Satz. Frey musste beim 17:14 eine Auszeit nehmen – die seinen Damen gleich wieder Auftrieb verlieh. Wenig später hieß es 25:18 und 3:1, die Fans tobten, – die Heimpremiere in der Regionalliga war gelungen.

Zum nächsten Spiel treten die TG-Damen am Samstag, 25. Oktober, in Biedenkopf bei den Wetter Volleys an. (gg)