Veröffentlicht am

Kunst als Handarbeit – 38 Aussteller zeigen im Bad Vilbeler Kurhaus ihr Können

Die Besucher des 28. Hobby-Kunstmarktes im Kurhaus hatten die Qual der Wahl – zwischen zahlreichen Kunstwerken, gefertigt aus unterschiedlichen Materialien von Stoff über Filz bis hin zu Holz.

Bad Vilbel. Petra Mücke ist seit zwei Jahren für die Organisation des Hobby-Kunstmarktes verantwortlich; sie stellt den Markt in Zusammenarbeit mit der Bürgeraktive Bad Vilbel auf die Beine. Während das Team um Eva Raboldt von der Bürgeraktive im Erdgeschoss zahlreiche Kuchen sowie Kaffee serviert, präsentieren die Künstler in mehreren Räumen über zwei Etagen ihre Kunstwerke.

Sie achte bei der Auswahl der Künstler und ihrer Werke auf „ein vielfältiges Angebot“, so Mücke. „Mit dem Hobby-Kunstmarkt wollen wir zeigen, dass Selbstgemachtes als Gegensatz zu maschinell Gefertigtem, was man im Supermarkt bekommt, noch einen Stellenwert hat“, sagt sie.

38 Aussteller aus Bad Vilbel und Nachbargemeinden wie Schöneck und Nidderau präsentieren ihre Kunstwerke, bieten sie zum Kauf an und haben Zeit für ein Gespräch. Die Standgebühr in Höhe von zehn Euro pro Tisch entrichten die Aussteller in Form von Kunstwerken in diesem Wert, die im Rahmen einer Tombola verlost werden. Der Erlös der Tombola kommt der Bürgeraktive zugute, sagt Mücke. An ihrem Stand bietet Petra Mücke Servietten, Einkaufsbeutel mit verschiedenen Motiven und dekorativ-heimelige Lichtertüten an. Diese sind aus Papier gefertigt, und der Schein des Teelichtes im Inneren leuchtet durch die Lücken der verschiedenen Muster. Nebenan bietet ihre Freundin Gerda Fry selbstgefertigten Schmuck zum Verkauf an. Zudem gibt es an den anderen Ständen aus Stoff gefertigte Kissen, Tücher und Taschen, Patchworkarbeiten, aber auch Bilder, Kerzen und Porzellan.

„Ich habe eine phantasievoll gestaltete Schlafbrille entdeckt“, sagt Gerda Schievelbusch, Vorsitzende der Bürgeraktive.

Gemeinsam mit ihrem Enkel Oscar (8) hat sie bereits viele Stände besucht. Außerdem haben die beiden eine kleine Giraffe aus Holz gekauft.

Ernst-Otto Erchinger aus Bad Vilbel fertigt solche filigranen Holzarbeiten ebenso an wie Stühle, Bänke und Notenständer aus Holz. Oscar gefällt zudem eine kleine, gebogene Schale besonders gut. Sie eigne sich zum Befüllen und das Besondere sei, „dass sie aus Kirschenholz quergedrexelt ist“, erklärt Erchinger. Im Untergeschoss bieten neben weiteren Künstlern auch Martina Hörrmann und Nicole Enneking Diverses an. So gibt es bei ihnen Flauschiges zum Kuscheln etwa aus anschmiegsamem Nicki-Stoff. „Und wir haben noch etwas für die kalte Jahreszeit für die Familie“, sagt Enneking und zeigt auf einen Korb voller Stoff-Eulen. Diese seien mit „Bio-Roggen“ gefüllt und könnten zum Aufheizen in den Backofen gelegt werden. Danach könnten sich Eltern und Kinder damit prima die kalten Füße wärmen, schwärmt sie.