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Partner in Japan

Die Stadt Bad Vilbel sucht Menschen aus Bad Vilbel und Umgebung, die Interesse an einer Städtepartnerschaft mit der japanischen Kommune Ichinoseki hätten.

Bad Vilbel. Die Gemeinde Ichinoseki ist an die Stadt Bad Vilbel mit dem Partnerschaftswunsch herangetreten. Sie liegt auf der japanischen Hauptinsel Honshu, nördlich von Sendai, das nördlich von Tokyo liegt, erklärt Erster Stadtrat Jörg Frank. „Wir würden gerne dieses Partnerschaftsgesuch aus Japan aufgreifen, Städtepartnerschaften funktionieren aber nicht ohne die Bürgerinnen und Bürger, die durch ihr Engagement eine solche Partnerschaft tragen“, betont Frank. Deshalb versuche man dafür zu werben und nach dem Vorbild der Partnerschaftsvereine mit Moulins (Frankreich) und Glossop (England) auf die Gründung eines Vereines hinzuwirken. Zu einem ersten Treffen und zur Gründung eines Partnerschaftsvereins sind alle Interessierten für Mittwoch, 18. April, um 19 Uhr ins große Café des Kurhauses, Niddastraße 1, nach Bad Vilbel eingeladen. Generalkonsul Toyoei Shigeeda wird zu diesem Anlass anreisen und die Stadt Ichinoseki und deren Stadtteil Hiraizumi vorstellen. Hiraizumi ist einer von sieben Stadtteilen von Ichinoseki. Dort befinden sich Tempel, Denkmäler, Gärten und Ausgrabungsstätten, die in einer einzigartig schönen Landschaft Japans liegen und als Weltkulturerbe von der UNESCO eingestuft sind.

Erster Stadtrat Frank erinnert an den Auftritt der 40 Mitglieder zählenden Musical-Gruppe aus Hiraizumi im November, als japanische Abgeordnete der verschiedensten Organisationsstufen, Repräsentanten aus Ichinoseki sowie der japanische Generalkonsul aus Frankfurt Bad Vilbel besuchten anlässlich der japanischen Woche in Frankfurt am Main.

Wir hatten das große Glück, dass die Musical-Gruppe aus Hiraizumi hier auftrat, sagte Frank und fügte hinzu: „Das war eine fantastische Kostprobe des Könnens der japanischen Künstler“.

„Japan und Deutschland sind führende Wirtschaftsnationen und füreinander wichtige Partner in Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Kultur. Beide Staaten sind exportorientierte Hochtechnologieländer und teilen gemeinsame Überzeugungen wie Demokratie, Menschenrechte, Rechtstaatlichkeit und Marktwirtschaft. Die deutschen und japanischen Mentalitäten ähneln sich, denn beide sind fleißig, aufbauend und zuverlässig“, erklärt der Erste Stadtrat. Wir könnten von Japan lernen, so Frank, denn Wissenschaft, Forschung und Technologie seien vorbildlich. 2007 hatte Japan die zweithöchste Anzahl an Patenten weltweit.

Bad Vilbel versteht sich als Bildungsstadt, liege in der Rhein/Main-Region und habe Menschen aus 180 Nationen aufgenommen. „Bad Vilbel stellte sich schon immer den Herausforderungen in einer globalisierten Welt, weil wir die Schulvorbereitung mit der Sprachförderung in unseren Kindertageseinrichtungen immer vorangebracht haben und unseren internationalen Anspruch auch durch die Gründung der Europäischen Schule in Dortelweil unterstreichen. Dementsprechend haben wir vorgesehen, im Falle des Zustandekommens einer formellen Städtepartnerschaft auch den Jugend- und Schüleraustausch über Gastfamilien zu fördern“, betont Erster Stadtrat Frank. (sam)

Interessierte an einer Partnerschaft, die am 18. April zur Teilnahme verhindert sind, können das gerne bei der Stadt bekunden, auch Fragen und Anregungen mitteilen beim Ersten Stadtrat Jörg Frank oder bei Chiyoko Kern unter der Telefonnummer (0160) 96447843 beziehungsweise unter E-Mail chiyokokern@gmx.net.